ZEN, Astrologie und die Astroenergetik

Polarity Verlag - Geschrieben am 22.09.2017

Wozu soll das alles gut sein?

Allgemein erwartet man von der Astrologie Beschreibungen und Erklärungen und manchmal auch zukunftsorientierte Aussagen (Prognosen).
Von der psychologischen Astrologie erwartet man Aufklärung über psychische Zusammenhänge, und von der medizinischen Astrologie Hinweise und aufklärende Worte auf dem medizinischen Sektor.

In der Astroenergetik ist die direkte Erfahrung der Schlüssel zur Wahrheit der Astrologie.
Es gibt in der Astrologie kein Gut oder Böse, außer bei denjenigen, die Astrologie zur Verbreitung ihrer Moral, Ideologie oder Religion nutzen.
In der Astrologie sind alle Energien gleichwertig, wichtig ist, wie etwas gelebt wird.
Das Erlebte kann man, bei entsprechendem Bewusstsein, kongruent benennen.
Astroenergetik geht den Weg des Erlebens, Erlösens und Transformierens.
Das ist der Weg des Wedernoch.
Denn ge- und erlöst wird nur etwas, das man nicht mehr als das Gute und das Böse wertet und nimmt.

Wir unterscheiden in der Astroenergetik vier unterschiedliche Erlebensebenen (Bewusstseinsebenen).

Die erste Bewusstseinsebene ist die Subjektivität, hier gilt nur, was im Kopfe oder Auge des Betrachters vor sich geht.
Der Betrachter ist in kindischer Weise mit dem Objekt verwoben und identisch.
Eine Aussage könnte sein: "Alles ist eins, alles bin ich."

Die zweite Bewusstseinsebene ist die der Objektivität. Der Beobachter erkennt, das Andere als ein eigenständiges Objekt.
Eine Aussage/Erkenntnis könnte sein: "Es gibt das Eine und das Andere."

Die dritte Bewusstseinsebene ist die Ebene des Ich.
Hier ist der Mensch bewusst und identifiziert mit den Zuständen und Verhältnissen im Astrogramm. Trotzdem ist ihm klar, dass er nicht das und auch nicht wie das Astrogramm ist.
Er ist mit sich und seinem Dasein kongruent.
Ihm ist seine Existenz bewusst. Eine Aussage könnte sein: Ich bin und kann alles, was mich betrifft handhaben, alles andere kann ich lernen.
Hier ist dem Menschen zum ersten Mal das Wort "Ich" und dessen Inhalt bewusst.
Ich ist (erlebbar) mehr als die Summe aller Teile des Astrogramms.
Eine weitere Aussage könnte sein: So bin Ich.

Die vierte Bewusstseinsebene in der Astroenergetik ist verbal schwierig zu vermitteln.
Es ist die Sache, das Prinzip selbst. Hier ist kein Ich, kein beinhalteter Zustand, sondern der Zustand selbst.
Er hat seinen Rahmen, ist wie aus sich selbst heraus, hat sein ihm eigenes Flair und seine nur ihm typische Frequenz. Wobei diese Frequenz gleich allen anderen Frequenzen ist, jedoch "nur" ihm gemäß.
Mir ist klar: das ist paradox.
Es ist z.B. die Merkurenergie als solche, die nur sie und nichts anderes ist. Sie ist leer von allen Beschreibungen, Zuschreibungen, Erleben, Leben.
Sie ist auf dieser Ebene sie selbst.

Dann gibt es noch die Ebene, die den Namen "Ebene" nicht verdient.
Sie lässt sich Hinweis nennen.

Es ist der Zustand des Wedernoch.
Hier ist das Unsagbare, oder auch ZEN, vollends erreicht.
Auch vorher, bevor der Zustand bewusst wurde, ist und war der Zustand erreicht. Der einzige Unterschied ist: Er war noch nicht bewusst.
Die Haltung des Wedernoch, des weder Eingreifens noch nicht Nichteingreifens, führt unweigerlich zu diesem Zustand/Bewusstheit.
Der Weg ist das Ziel: Das Wedernoch ist das Ziel und zugleich der Weg.
Das ist der Zustand des weder Erlebens noch Nichterlebens. Weder sein, noch nicht sein. Weder Worte, noch Schweigen.
Weder innen noch außen, weder Astrogramm, noch Nichtastrogramm.

In der Literatur habe ich kürzlich auch den beschreibenden Begriff des Nichtnichts dafür gefunden.
Ich finde auch ihn treffend.

Auf dieser Ebene habe ich in meiner Sprache definitiv keine positiven, sondern nur hinweisende Worte.
In Seminaren und Webinaren ist es für mich möglich, bis kurz vor diesem Zustand zu leiten.
Den letzten Schritt kann und muss jeder selbst tun.

Damit habe ich die Eröffnungsfrage, wofür das alles denn gut sein soll beantwortet: Für das Wedernoch und alles zugleich, was Weg und Ziel ist und für das Nichtnichts, was ...

Beitrag kommentieren